Was kaufen für den Pool
Im Laden stehen dreißig Produkte, du brauchst fünf. Diese Anleitung sagt welche, wofür sie da sind und was auf dem Etikett zu lesen ist, ohne Marken: Bei gleichem Wirkstoffanteil sind die Produkte gleich, und Serenpool berechnet die Dosen genau aus diesem Anteil.
Das Mindest-Set
| Wofür | Produkt | Aufstellpool | Eingelassen |
|---|---|---|---|
| Tägliche Desinfektion | ein Chlor für jeden Tag (siehe unten welches) | ja | ja |
| Stoßchlorung bei grünem Wasser | ein unstabilisiertes Chlor: flüssig oder Calcium | ja | ja |
| pH senken | pH-Minus-Granulat (Natriumbisulfat) | ja | ja |
| Alkalinität anheben | Natron (das aus dem Supermarkt geht auch) | ja | ja |
| Messen | 6-in-1- oder 7-in-1-Streifen mit Stabilisator | ja | ja |
| Messen bei der Stoßchlorung | Tropfentest für Chlor | empfohlen | ja |
| Chlor vor der Sonne schützen | Stabilisator (Cyanursäure) | nur mit Flüssig- oder Calciumchlor | ebenso |
| Trübes Wasser mit Sandfilter | Flockungsmittel | nein, bei Kartusche | ja |
| Trübes Wasser mit Kartuschenfilter | Klarer | ja | nein |
Alles andere, Algizid, Kalkschutz, Überwinterungsmittel, „Multifunktionstabletten“, ist freiwillig. Das Mindest-Set für einen Aufstellpool kostet etwa 60–90 € pro Saison; für ein eingelassenes Becken mit 50 m³ 150–250 €, fast alles Chlor.
1. Das Chlor für jeden Tag
Das ist die wichtigste Wahl. Es gibt vier Familien, und das Etikett sagt dir, welche.
| Auf dem Etikett | Das ist | Stabilisiert | Vorteile | Nachteile | Richtpreis |
|---|---|---|---|---|---|
| Trichlor 90 %, „Langzeitchlor“, Tabletten à 200 g | Trichlorisocyanursäure | ja, +0,6 ppm pro ppm Chlor | eine Tablette hält eine Woche im Dosierer | senkt den pH; treibt über einen Sommer den Stabilisator zu hoch; taugt nicht zur Stoßchlorung | 10–15 €/kg |
| Dichlor 56 % (oder 60 %), „Schnellchlor“, Granulat | Natriumdichlorisocyanurat | ja, +0,9 ppm pro ppm Chlor | löst sich in Minuten, praktisch zum Nachdosieren | sammelt Stabilisator noch schneller als Trichlor | 10–14 €/kg |
| Calciumhypochlorit 65–70 %, „Schockchlor“, Pulver | Calciumhypochlorit | nein | ideal für die Stoßchlorung; erhöht den Stabilisator nicht | erhöht Härte und pH; nie in Kontakt mit Trichlor | 8–12 €/kg |
| Natriumhypochlorit 13 %, „Flüssigchlor“, Kanister | Natriumhypochlorit | nein | am günstigsten pro ppm; keine Rückstände | verliert bei Wärme an Stärke (nach einem Sommer kann es nur noch die Hälfte wert sein); schwer zu tragen | 1,5–2,5 €/L |
In Deutschland ist Flüssigchlor meist mit etwa 13 % oder in Gramm Aktivchlor pro Liter angegeben: Diese Zahl ist die verlässlichste.
Welches wählen
- Aufstellpool mit Kartuschenfilter: Flüssigchlor oder Dichlor zum Nachdosieren, dazu ein Kanister Flüssigchlor oder eine Dose Calciumchlor für die Stoßchlorung. Tabletten im Schwimmdosierer passen, wenn du den Stabilisator jeden Monat misst und zur Saisonmitte etwas Wasser tauschst.
- Eingelassenes Becken mit Sandfilter: Trichlor-Tabletten im Skimmer oder Dosierer für die Routine, dazu Flüssig- oder Calciumchlor für die Stoßchlorung. Nach zwei Saisons mit Tabletten liegt der Stabilisator fast immer über 90: miss ihn.
- Wenig Zeit: Tabletten. Wenig Budget: flüssig.
Was auf dem Etikett zu lesen ist: der Anteil an Aktivchlor (56, 65, 90 oder 13 % bzw. g/l beim Flüssigchlor) und das Wort stabilisiert oder der chemische Name. „Schnellchlor“ und „Langzeitchlor“ sind Handelsnamen: Es zählen die Zahlen.
Ein Fehler, den du vermeiden solltest: Multifunktionstabletten 3-in-1 oder 5-in-1 enthalten Flockungsmittel und Kupfersulfat. Das Flockungsmittel verstopft Kartuschenfilter, das Kupfer verfärbt Folie und Haare. Sie passen nur zum Sandfilter, mit dem Stabilisator unter Kontrolle.
2. Das Chlor für die Stoßchlorung
Bei grünem Wasser muss das Chlor an einem Abend um 10–30 Punkte steigen. Tabletten lösen sich über Tage und bringen Stabilisator mit: Sie funktionieren nicht. Du brauchst Flüssigchlor oder Calciumchlor. Halte immer eine Packung im Haus, auch wenn du Tabletten nimmst: Das Wasser wird an einem Samstag grün.
Wie viel, sagt der Rechner für grünes Wasser. Für einen Aufstellpool mit 15.000 Litern sind es 1 bis 3 Liter Flüssigchlor.
3. pH und Alkalinität
- pH-Minus-Granulat (Natriumbisulfat, auf dem Etikett „Natriumhydrogensulfat“, 93–95 %): das Korrekturmittel, das du am häufigsten brauchst, fast jede Woche. 1,5 kg reichen in einem Aufstellpool eine ganze Saison. Richtpreis 4–7 €/kg.
- pH-Minus flüssig (Schwefel- oder Salzsäure): umständlicher und gefährlicher im Umgang; lohnt sich nur bei großen Becken mit Dosierpumpe.
- pH-Plus (Natriumcarbonat): selten nötig, nur mit Chlor, das den pH kaum senkt. Nicht auf Vorrat kaufen.
- Alkalinität plus: das ist Natron. Das aus dem Supermarkt, in 1-kg-Packungen, ist dasselbe Produkt zu einem Drittel des Preises.
- Härte plus (Calciumchlorid): nur für Becken aus Beton oder mit Fliesen. Aufstellpools brauchen es nicht.
4. Stabilisator
Cyanursäure schützt das Chlor vor der Sonne: Ohne sie verlierst du an einem Julitag die Hälfte. Kaufen musst du ihn nur, wenn du Flüssig- oder Calciumchlor nimmst, die keinen enthalten. Mit Tabletten oder Dichlor hast du nach ein paar Wochen schon zu viel.
1 kg hält Jahre: In einem Aufstellpool mit 15 m³ bringen dich 450 g von 0 auf 30 ppm. Er löst sich über eine Woche, in einem Strumpf im Skimmer. Er sinkt nur durch Wasserwechsel: Die Anleitung zum zu hohen Stabilisator erklärt, wann.
5. Womit messen
| Werkzeug | Richtpreis | Was es misst | Wofür |
|---|---|---|---|
| 3-in-1-Streifen | 5–8 € | Chlor, pH, Alkalinität | die Routine, aber ohne Stabilisator verstehst du nicht, warum das Chlor nicht wirkt |
| 6-in-1- oder 7-in-1-Streifen | 8–12 € | auch Stabilisator, Härte, Gesamtchlor | die richtige Wahl: Mit dem Stabilisator berechnet die App das Chlor, das zu halten ist |
| Tropfentest (DPD oder OTO) | 10–20 € | Chlor, pH | die Stoßchlorung: Streifen lesen kein Chlor über 10 |
| Photometer | 100–250 € | alles, genau | große eingelassene Becken und Fachleute |
Streifen laufen ab: Kauf zu Saisonbeginn eine neue Packung und bewahre sie verschlossen und trocken auf.
6. Die Extras: wann ja, wann nein
- Algizid (quartäres Ammonium oder Polyquat): beugt vor, heilt nicht. Sinnvoll nach grünem Wasser und in den heißesten Wochen, eine kleine Dosis pro Woche. Zu viel schäumt.
- Flockungsmittel: nur mit Sandfilter. Es lässt den Schmutz auf den Boden sinken, dann wird in den Abfluss abgesaugt. Eine Kartusche verstopft es in einer Stunde.
- Klarer: die Variante für Kartuschenfilter. Er hilft dem Filter, feine Partikel zu halten, ohne zu verstopfen.
- Kalkschutz: eine Dosis bei der Inbetriebnahme, wenn dein Leitungswasser hart ist.
- Überwinterungsmittel: nur für eingelassene Becken, die im Winter voll bleiben. Aufstellpools werden abgebaut.
- Aktivsauerstoff: die „chlorfreie“ Alternative. Kostet 3- bis 4-mal so viel, oxidiert, desinfiziert aber nicht lange: In einem Aufstellpool in der Sonne wird das Wasser trotzdem grün.
7. Sicherheit im Lager
- Trichlor und Calciumchlor nie in derselben Packung, im selben Dosierer oder in Kontakt: Die Mischung kann sich entzünden.
- Chlor und pH-Minus in getrennten Regalen: Zusammen entsteht giftiges Gas.
- Packungen verschlossen, im Schatten, getrennt, außer Reichweite von Kindern. Flüssigchlor kühl lagern: Jeden Monat in der Wärme verliert es an Stärke.
- Das Produkt kommt ins Wasser, nie das Wasser auf das Produkt. Granulat zuerst im Eimer auflösen.
So nutzt Serenpool diese Liste
In der App findest du unter Mehr → Was kaufen dieselbe Anleitung, zugeschnitten auf deinen Pool: Das Set für einen Aufstellpool mit Kartusche ist ein anderes als für ein eingelassenes Becken mit Sand, und die Produkte sind die aus deinem Land. Wenn du in den Einstellungen deine Produkte wählst, berechnet die App jede Dosis aus ihrem Anteil. Mit Pro trägst du auf der Seite Sparen ein, was du bezahlst, und sie sagt dir, welches Chlor dich wirklich am wenigsten kostet.
Die Preise sind Richtspannen und ändern sich mit Packungsgröße und Jahreszeit. Die Dosen werden aus den Prozentangaben auf den Etiketten berechnet: Prüf immer das Etikett deines Produkts.